D.O.T. Diplom Osteopathische Therapie (DGOM)
D.O.T.P. Diplom Osteopathische Therapie - Pädiatrie (DGOM)

Osteopathie – wem hilft sie?

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Osteopathie – was kann sie, wem hilft sie?
Nicht nur Patienten mit chronischen Beschwerden, etwa am Rücken oder an Gelenken, suchen nach einer sanften Alternative oder Ergänzung zur klassischen schulmedizinischen Behandlung. Osteopathie kann da eine Alternative sein.3

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Heilmethode, die den menschlichen Körper als Einheit betrachtet. In unserem Körper ist alles miteinander verbunden, sei es durch Nervenbahnen, Muskelketten oder das bindegewebige Netz der Faszien. Durch verschiedene sanfte Techniken aktiviert der Osteopath die Selbstheilungskraft des Körpers, die bei vielen Leiden für Heilung sorgen kann.

Der Grundgedanke der Osteopathie
Sein einziges Werkzeug sind die Hände: Schon nach wenigen Handgriffen spürt der Osteopath/die Osteopathin, warum ein Patient Schmerzen hat. Oft liegt die Ursache der Schmerzen gar nicht in dem Bereich, in dem sie auftreten, sondern ganz woanders. Das erspüren Osteopathen mit ihren Händen, viel Erfahrung und Sensibilität.
Körperhaltung, Atmung und Muskelverhärtungen geben Hinweise, wo eine Störung vorliegt. So können Schwindel oder Kopfschmerzen auf ein Problem im Beckenbereich zurückzuführen sein oder Darmprobleme über Druck aufs Zwerchfell Herzrhythmusstörungen auslösen.
Osteopathen gehen davon aus, dass alle Organe und Gewebe miteinander in Beziehung stehen. Verbunden sind sie über Faszien: ein feines Gewebe, das wie Netzstrümpfe Knochen, Muskeln und innere Organe umhüllt. Zieht also etwas oben im Körper an einer Faszie, kommt dieser Zug auch unten an. Flüssigkeitsstau, Gelenkfehlstellungen, Verletzungen oder Muskelblockaden führen danach zu vielfältigen Beschwerden im ganzen Körper.
Osteopathie ist eine alternative und/oder ergänzende Heilmethode.

Welche Beschwerden können mit Osteopathie behandelt werden?
Grundsätzlich können in der Osteopathie akute und chronische Beschwerden behandelt werden, z.B. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen an der Wirbelsäule und den Gelenken, aber auch Krankheitsbilder wie chronische Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Bauchschmerzen uvm.
Wie sieht eine Behandlung aus?
Nach ausführlicher Anamnese (Befragung und Erhebung) erfolgen Diagnose und Therapie ausschließlich mit den Händen. Der Osteopath/die Osteopathin kann bei der Untersuchung das menschliche Gewebe Schicht für Schicht erspüren (palpieren). So spürt er Bewegungseinschränkungen und Spannungen auf. So ist es nicht nur möglich die Beschaffenheit, die Temperatur, die Spannung und die Beweglichkeit der Haut zu erkennen, sondern auch das darunter liegende Gewebe, die Muskeln, Bänder, Faszien, Knochen und inneren Organen zu erkunden und sich dabei vom Ausdruck des Gesamten leiten zu lassen.
Durch verschiedene Techniken wie u.a. die sanfte Manipulation von Gelenken und Wirbeln oder Verschiebung von Organen im Zusammenspiel mit der Atmung aktiviert der Osteopath die Selbstheilungskraft des Körpers.

Wie lange dauert die Behandlung?
Eine osteopathische Behandlung dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten. Der Körper kann etwa zwei bis drei Wochen lang reagieren, das heißt, es kann beispielsweise auch zu einer kurzfristigen Verschlimmerung der Beschwerden kommen. Jede neue Therapiesitzung wird individuell auf die Symptome des Patienten abgestimmt.
Je nach Beschwerden können so eine, drei oder fünf Behandlungen, manchmal auch mehrere über einen längeren Zeitraum, empfehlenswert sein.

Wer darf sich Osteopath nennen?
In den USA ist die Osteopathie ein sechs Jahre dauerndes, eigenständiges Universitätsstudium, dessen Abschluss dem Schulmediziner gleichgestellt ist. In Deutschland können sich Ärzte, Heilpraktiker oder Physiotherapeuten über Kurse zum Osteopathen ausbilden lassen.

Was kostet eine osteopathische Behandlung?
Ärzte und Heilpraktiker rechnen die osteopathische Leistung nach den eigenen berufsständischen Gebührenordnungen ab. Für eine Sitzung mit ausführlicher Anamnese, Untersuchung und Behandlung mit unterschiedlichen osteopathischen Techniken liegen die Kosten zwischen 60 und 150 Euro.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung?
Seit 2012 gewähren immer mehr gesetzliche Krankenkassen Zuschüsse zur osteopathischen Untersuchung und Behandlung. Voraussetzung ist ein Nachweis der osteopathischen Qualifizierung. Über eine Bezuschussung der Behandlung sollten Sie sich am besten vorher bei Ihrer jeweiligen Krankenkasse informieren.
Bei Privatpatienten bezahlen die privaten Krankenversicherer osteopathische Behandlungen entsprechend der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte).

Weiterführende Links zum Thema:
Bundesvertretung der Osteopathen in Deutschland e.V.
Deutschen Gesellschaft für Osteopathische Medizin (DGOM) e.V.
Bundesverband Osteopathie e.V.

Quelle: SWR

 

10 Apr 2012 --- Osteopathic session with a 1-month-old infant. --- Image by © Humbert/BSIP/Corbis

10 Apr 2012 — Osteopathic session with a 1-month-old infant. — Image by © Humbert/BSIP/Corbis

 


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